Street Art – Techniken und Stilarten

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Was ist Urban Knitting?

Urban Knitting ist eine Form von Street Art in der Gegenstände im öffentlichen Raum teilweise oder gänzlich mit Strickelementen versehen werden. Wahre Meisterin ist die Polin Olek Yarn.

Olek Yarn
Eingestricktes Taxi in London by Olek Yarn

Was ist Ad-Busting?

Ad-Busting meint die teilweise oder gänzliche Veränderung von Werbung im öffentlichen Raum. So werden beispielsweise Werbeplakate überklebt oder deren Message soweit verändert das der Sinn verdreht und ins lächerliche gezogen wird. Laut dem Buch „Urban Art Core – Anleitung für Street Art Aktivisten,“ wird Adbusting schon seit den 1970er Jahren von der in San Francisco ansässigen Billboard Liberation Front praktiziert. Die Kanadische Organisation „Adbusters“ bringt seit Ende der 1980er Jahre ein gleichnamiges Magazin heraus und organisiert Kampagnen wie den „Buy-Nothing-Day“ und die TV-Turnoff-Week. Neben der Kritik an das Aufdrängen von Werbung im allgemeinen, hinterfragen Adbuster kritisch, wer das Recht besitzt öffentlich mittels Werbung im öffentlichen Raum zu kommunizieren.

Ad Busting Los Piratoz
Adbusting in Hamburg by LosPiratoz

Kacheln

Bei Kacheln handelt es sich um handelsübliche Kacheln, auf der mit einer Schablone, oder mittels Siebdruck, ein Motiv aufgebracht wird. Mit einem Kleber wird die Kachel an der Wand befestigt.

Kacheln

Sticker

Sticker haben die Funktion, eigene Objekte im urbanen Raum zu verteilen. Alles was man benötigt, sind eine Motiv oder ein Slogan, die man dann in Massen produzieren lassen kann. Eine Auflage von 1500 Stickern gibt es heute schon für 34,95 Euro. Beim Vorbeigehen ist der Sticker schnell auf eine Fläche geklebt.

Am häufigsten verbreitet ist der Päckchenaufkleber. Er ist in jeder Post-Filiale Deutschlands zu finden. Dieser wird dann zweckentfremdet und hat mittlerweile Kultstatus erreicht. Das liegt besonders an seiner Klebekraft.

Die Motive werden mit den unterschiedlichsten Techniken übertragen, von Filzmarkern über Schablonen, Farbstifte, Stempel, bis hin zu Laser- und Siebdruck. Häufig findet man die fertigen Sticker auf Regenfallrohren, Schaltkästen, Laternenpfählen, Ampeln, Schaufensterscheiben, Automaten, Marmorwänden, Briefkästen, Bau-Türen und Schildern.

CupK Sticker
Sticker von CupK in Hamburg

 

 

 

Was ist ein Cut-Out?

Ein Cut – Out ist ein Ausschnitt eines Motiv . Die Größe variiert und kann von sehr klein bis zu mehreren Meter hoch sein Die Motive können alles mögliche zeigen wie z.B. Tiere, Menschen, Autos etc. zeigen. Meist werden die Motive schwarz/weiß kopiert und sind entweder Kopien oder vollständig handgefertigte Unikate.

Cut Out Street Art
Cut Out in Bremen Neustadt



 

Kreidezeichnungen

Kreidezeichnung
Quellen: Eigene, ekosystem.org

Kreide besteht aus der Schale fossiler Tiere und ist ein feinerdiger, weissfarbener Kalkstein. Sie wirkt kindlich und unschuldig und ist dadurch ein legitimiertes Mittel zum Eingriff in den Stadtraum, zudem ein schnelles und einfaches Mittel. Aufgrund ihrer Grösse passt sie in jede Hosentasche und kann spontan genutzt werden, um Spuren zu hinterlassen.
Häufig findet man Kreidezeichnungen auf rostigen Flächen, glattem Putz, Holzzäunen, Backsteinfassaden, Asphaltstrassen und Gehwegplatten. Beliebtestes Kreidemotiv sind Schattenzeichnungne, bei denen die Konturen einer Person nachgezeichnet werden.

Was ist ein Roll-On?

Roll on
Quellen: Eigene, streetfiles.org, artasty.com

Roll-On ist eine Farbtechnik, mit der meist grossflächig mittels Farbrolle, Teleskopstange und Fassadenfarbe ein Motiv an die Wand gerollt wird. Die in Sao Paulo besonders beliebte und eigenständig entwickelte Technik wird nicht nur von Dächern auf Fassaden heruntergemalt, sogar ganze Häuser werden mit riesigen Zeichen überrollt. Diese „Häusertattoos“ bestechen durch klare Balkenstärke bei Buchstaben und die sog. „laufenden Nasen“, die durch die flüssige, herunterlaufende Farbe entstehen. Der beliebteste Fabstoff ist Bitumen. Bitumen ist ein Wasser abweisender Dachlack, gut deckend, lösungsmittelhaltig und tiefschwarz. Bitumen ist besonders schwer von der Häuserwand zu entfernen.

Das „Pochoir“ (Besprühte Schablone)

Das Schablonensprühen ist eine sehr alte Reproduktionstechnik. Es wurde in den 1980er Jahren durch den Pariser Künstler „Blek Le Rat“ geprägt. Nachdem er lebensgrosse Figurenschablonen (Stencils) in Paris vertilte, brach dort ein regelrechter „Pochoirboom“ aus. Die Schablonen bestehen oft aus Papier, Pappkarton, Kunststoff und dünnem Aluminium.

Die Wahl des Materials ist abhängig von der Häufigkeit der Benutzung. Das Motiv wird entweder aufgemalt, gedruckt oder aufgeklebt, bevor es mit einem Cutter, Skalpell oder einer Schere ausgeschnitten wird. Mit Hilfe einer Sprühdose wird das Motiv dann auf eine Oberfläche gesprüht.

 

Banksy Melbourne
Banksy in Melbourne

Installationen

Installation ist, einfach ausgedrückt, das Anbringen von Gegenständen im urbanen Raum, welche dort so nicht hingehören. Die Installation ist ein „Raum ergreifendes Genre“ . Es geht dabei nicht um das einfache Anbringen eines Objekts, vielmehr um eine „narrative räumliche Inszenierung“ . Es besteht zwar eine Nähe zur Kunst im öffentlichen Raum, jedoch arbeitet der Künstler bei Street Art Installationen ohne Auftraggeber und fragt auch nicht nach Genehmigungen bei den Stadtvätern. Es geht hierbei um Eingriffe in das bestehende Code- und Zeichensystem der Stadt und Straße. So werden „Fake Baustellen“ aufgebaut oder handelsübliche Getränkekisten zu einer riesigen Figur zusammengeklebt.

Street Art Installation
D Face Installation in London

Was ist ein Mural?

Murial
Blu – Blu – JR Quellen: blogs.taz.de – Stralaublog.de – ubanpainting.info

Murals sind riesige Bilder an Häuserfassaden. Das Mural unterscheidet sich von anderen Werken durch seine enormen Ausmaße und durch die Tatsache, dass es sich im Gegensatz zu anderen Street Art Werken um legale Arbeiten handelt. In Berlin ist das Bemalen von Fassaden durch Street Art – Akteure seit diversen Ausstellungen populär geworden. Wahre Mural – Meister sind der italienische Künstler „BLU“ und der Franzose „JR“ .

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