Hamburger Street Art Künstler TONA siegt über die Grünen

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Tona "Der Gärtner"
Der Gärtner von Tona
Quelle: Eigene

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen haben trotz fehlender Zustimmung des Hamburger Street Art Künstlers TONA ein Objekt „Der Gärtner“ verändert in Ihr Logo für Ihre Veranstaltung „Grünes Jugendforum 2012“ verwendet. Auf Druck des Anwalts des Künstlers haben sich die Grünen nun öffentlich auf Ihrer Internetseite entschuldigt.

Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Grünen haben für Ihre Veranstaltung „Grünes Jugendforum 2012“ den Hamburger Street Art Künstler TONA angeschrieben, mit der Frage ob Sie ein Motiv des Künstlers „Der Gärtner“ für Ihre Zwecke benutzen dürfen. Tona hat dies verneint mit der Begründung das er seine Kunst nicht für Werbezwecke, egal ob Politik oder sonstwas, verwendet sehen möchte.

Die Grünen haben es trotzdem getan und das Objekt für Ihre Zwecke verändert. Der Gärtner giesst das Logo der Veranstaltung und lässt damit Verärgernis beim Künstler wachsen.

Daraufhin hat TONA einen Anwalt eingeschaltet um eine offizelle Entschuldigung zu erreichen, mit Erfolg.

Die Grünen haben nun auf Ihrer Internetseite eine öffentliche Entschuldigung ausgeschrieben, in der sie einen „gravierenden Fehler“ eingestehen.

Die Bundestagsfraktion Bündis 90/Die Grünen entschuldigt sich beim Künstler Tona für einen gravierenden Fehler.

Weiter heisst es…

Die mit der Einladung verbundene politische Aussage spiegelt nach Angabe des Künstlers nicht seine politische Meinung wieder(…) Die Fraktion hofft, dass der Künstler die Entschuldigung der Fraktion annimmt und ihm und seinem Werk kein weitergehender Schaden zugefügt wurde.

TONA selbst sagt in einem Email Austausch er wollte mit dieser Aktion auch anderen Künstlern Mut machen sich gegen unerlaubten Gebrauch ihrer Kunst zur Wehr zu setzen.

Die vollständige Entschuldigung kann auf der Seite der Grünen nachgelesen werden.

Die Politik buhlt mit Street Art um Neuwähler

In der Politik besteht die grösste Herausforderung darin die Jugend und damit zukünftige Wähler für sich zu gewinnen. Hierfür wird sich gerne an Symbolen von Subkulturen vergangen, die ein junges und cooles Image übertragen um bei Jugend Interesse für Politik zu wecken.

Street Art ist solch ein Symbol, ein junges, kreatives, protestantisches und rebellisches Symbol. Also perfekt gemacht für das Image einer politischen Nachrückgeneration.

Die Jugend der SPD, die sogenannten JUSOS bedienen sich Street Art auf ihrer Internetseite ganz öffentlich im Header Bereich mit einem Objekt des Berliner Künstlers El Bocho. Lucy ziert den Header mit einer politischen Methapher „Fight for Feminism.“

El Bocho Lucy

Street Art ist zwar geduldet aber nach wie vor im Sinne des StGb § 303 illegal. Setzt ein Künstler ein Stencil auf eine Häuserwand kann er hierfür strafrechtlich verfolgt werden.

Wie kann es also sein das diejenigen die verantwortlich für die Kriminalisierung einer Kunstform sind sich diese zu Nutzen machen wollen um die Menschen als Wähler zu gewinnen die diese Kunst lieben, leben und gestalten?

Weitere Informationen über TONA:

https://tonastreetarts.blogspot.ch/

https://www.facebook.com/tona.streetart

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